Das vom Architekturbüro Konkrit Blu erstellte Konzept des Weinguts zielt darauf ab, das Gebäude in die Landschaft zu integrieren, die visuelle Wirkung zu minimieren und die Umwelt zu respektieren.
Die Projektstrategie basierte darauf, die Unebenheiten des Grundstücks auszunutzen, um das Gebäude teilweise zu begraben: Im Norden verbinden die fünf Erntetore das Feld mit dem Verarbeitungsraum und fungieren wie in der Vergangenheit als Schwerkraftabwurfpunkte für die Trauben.
Die Nutzung der Schwerkraft begünstigt sowohl die Qualität des Endprodukts als auch die Energieoptimierung.
Licht ist das andere wesentliche Element in diesem Projekt: Licht in mehr oder weniger starkem Einfall auf die Masse und den Raum. So ist im Reifungsraum, in dem die Fässer in Stille ruhen, der Lichteinfall minimal und indirekt, im Gegensatz zum lichtdurchfluteten Produktionsraum.
In dieser Architektur stellt das gewählte Material Beton – oder Zement – vor Ort das Gesamtmaterial dar, das vom Boden aus eine Kontinuität zum Boden gewährleistet und gleichzeitig als Wärmeisolator fungiert, was eine Reduzierung des Einsatzes von Klimaanlagen und Zwangsbelüftung ermöglicht.
Andererseits wird der Sonneneinfall durch ein System horizontaler Aluminiumbleche entlang der Vorhangfassade kontrolliert.
Auf diese Weise bietet die Ergonomie des Weinguts mit seinen zwei länglichen Flächen funktionale Vorteile mit guten Lichtverhältnissen, natürlicher Belüftung, maximaler Wärmedämmung – in Produktions-, Reife- und Reiferäumen – und Verbindung zwischen seinen Innenräumen.